TOC & System Dynamics am Beispiel der Energiewende


In laufenden Prozessen einen Flaschenhals zu erkennen ist meist die kulturelle Frage, ob nicht-ausgelastete Ressourcen dies zugeben. In komplizierten oder gar komplexen Prozessen oder Projekten vorauszusehen, was potentiell Flaschenhals sein wird, bedarf der Simulation. Wenn die Projekte und Prozesse dabei dann nicht-linear sind und von Wechselwirkungen geprägt sind - z.B. Lernkurven in einem Produktionsprozess oder selbstverstärkend zunehmende Krankheitsquoten bei zunehmender Belastung -

dann ist der Simulationsansatz von System Dynamics das Mittel der Wahl.


Denkbar einfach lassen sich solche Simulationsmodelle mit dem Consideo iMODELER entwickeln. In diesem gibt es Faktoren für Prozess- und Projekt-Schritte sowie für Ressourcen und Meilensteine. Es wird angegeben, welcher Schritt je Einheit wie viel von welcher Ressource benötigt und bei Bedarf können mit all der Mächtigkeit von System Dynamics Parameter dynamisiert werden - etwa der Durchsatz in Abhängigkeit von der Gesamtstückzahl im Sinne einer Lernkurve, oder die Wahrscheinlichkeit von Ausfällen im Sinne einer Optimierung von Wartungsintervallen. Klingt kompliziert, aber wer Multiplikation und Addition mit Excel schafft, kann auch Simulationsmodelle bauen. Bei der Simulation wird dann von der Software angezeigt, was zu den jeweiligen Zeitpunkten gerade Flaschenhals ist.


Der Vortrag von Kai Neumann, Consideo, zeigt das Beispiel der globalen Energiewende aus einem Projekt für das Umweltbundesamt und beantwortet folgende Fragen:

  • Mit welchen Energieträgern kann der Energiebedarf der unterschiedlichen Sektoren in den jeweiligen Regionen der Welt mehr und mehr erneuerbar gedeckt werden in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und damit auch den Preisen der Rohstoffe und Flächen.

  • Wann ist welcher Rohstoff oder welche Baukapazität Flaschenhals?

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt Elektrolyseure für überschüssige erneuerbare Energie zu implementieren?